First Person Solitaire

Nach dem Solitär-Kartenset zum Anfassen gibt es nun einen passenden First Person Walker als Browsergame, inklusive Vaporwave-Startupsound à la Win95 und kalkuliertem CPU-Fuckup, wenn die Karten anfangen, durch die Gegend zu hüpfen:

solitaire 3d first person win95 vaporwave game on nerd gold blog

(auch relevant: Win95, Vaporwave Games)

Musical Genre Tag Cloud

Glenn McDonald, “genre taxonomist” beim Spotify-Partner The Echo Nest, hat seinen Rechner eine hübsche Schlagwortwolke zusammenklauben lassen. Wie schon die Evolution of Dance Music und andere Genre-Bäumchen versucht sich auch “Every Noise at once” an einer Kartierung von Musikstilen mit passenden Sound-Schnipseln. Das hier ist nur ein Ausschnitt:

genre music map tagcloud on nerd gold blog

Das Ganze ist natürlich nicht perfekt. Als Hörprobe für Vaporwave dient “Summer Echoes” von Sand Circles, dabei hat der Mann mit Vaporwave gar nichts am Hut. Sein großartiges Album “Motor City” sei trotzdem jedem ans Herz gelegt, das läuft hier seit über zwei Jahren rauf und runter.

(Danke fürs Einsenden, Tobi!)

Quo vadis, Nerd Gold?

Nerd Gold feiert heute seinen dritten Geburtstag. Für ein Blog ist das schon relativ alt, und  vielleicht ist es Zeit, ein paar Dinge zu erklären: Was soll das hier, warum macht man das und wo geht es hin?

nerdgold1 on nerd gold blog

Das Blog ging vor drei Jahren an den Start als eine Art manueller Aggregator, gewissermaßen als Best of meines RSS-Readers. Mitte 2011 war Physical Computing neu und spannend, Indiegames waren noch nicht im Feuilleton und Memes noch lustig. Das versprach einen munteren Mix. Der Laden lief, es gab sogar ein paar Redesigns, im Dezember ’13 habe ich die vorhandene Twitter-Timeline integriert. Bis heute hat Nerd Gold die Abmahnpest, diverse Google-Updates und sogar Continue reading

Vaporwave Game Jam

Vor ein paar Monaten sah ich James Ferraro am Ebertplatz. Er spielte ein ganz anderes Set als noch vor zwei Jahren im Stadtgarten – damals legte er mongolischen oder tuvanischen Obertongesang über einen Rave-Beat. Diesmal spielte er einfach 60 Minuten lang irgendwelche kaputten Werbesamples. Im Hintergrund lief ein Standbild aus Terminator 1.

Ein paar Leute gingen vorher raus, weil sie nicht wussten, was sie erwartet. Hinterher sprach man über Vaporwave und durfte sich wahlweise anhören, dass man ein versnobter Kunsttyp ist oder ein versnobter Kunsttyp, je nachdem, ob einem die Vorstellung gefallen hatte oder nicht. So ist das in Köln. Mir gefiel’s.

vaporwave game papsi manlet on nerd gold blog

Ebenso schön zu sehen, dass sich nun ein Vaporwave Jam dieser exquisiten Formensprache angenommen und Spiele wie bluetooth dream oder das oben abgebildete PapsiManlet hervorgebracht hat (see Saint Pepsi). Das spielt sich wunderbar hirnrissig und erinnert mich fast ein bisschen an Slave of God. Es ist ganz bestimmt eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte.

Als nächstes mache ich mich an eine “prozedural generierte First Person Shopping-Simulation” namens  Mall Quest und hoffe, dass Ihr das gleiche tut. Zu offensichtliche Anspielungen auf “Vaporware” seien hier verkniffen.

Win95 + Jennifer Aniston & Matthew Perry

Wenn man denkt, man hätte alles gesehen: Jennifer Aniston und Matthew Perry besuchen “Microsoft” und lassen sich von Bill Gates’ Sekretärin Windows 95 erklären.

Along the way, they meet a wacky bunch of propeller heads and are introduced to the top 25 features of Windows 95. The pace is fast and funny.

Das sagen sie wirklich.

Saturday #2: Untextured Lowpoly Games

Screenshot Saturday is a new series celebrating the visual diversity of contemporary videogames. Each ‘Saturday‘ focuses on a different aesthetic.

I decided to turn my Black & White post into a screenshot series. There’s plenty more of where these came from, and I’m already working on three more Twitter parades. But I won’t spoil the fun. Expect some austere beauties coming your way.

ruah on nerd gold blog“Ruah”

Today’s Saturday is dedicated to the beauty of low polygon game environments with coloured surfaces instead of ‘real’ textures. A way of rapid prototyping to some, a means of artistic expression to others, untextured lowpoly always aims for elegance in crudeness. While the simple shapes allow for various levels of abstraction, the lighting creates a distinctive pastel palette to play around with: Continue reading

The Simpsons in CSS

Fleißarbeit: Chris Pattle hat 13 Simpsons-Figuren in CSS3 nachgebaut, mit Box-Schatten, Transformationen, das volle Programm. Allein Homer besteht aus knapp 600 Zeilen Code. Dank Animations kann er sogar blinzeln, und zwar am besten in Chrome, denn Firefox hats nicht so mit Web-Inhalten:

simpsons css on nerd gold blog

Román Cortés hatte vor sechs Jahren mal einen statischen Homer aus DIV-Elementen gebastelt, in nur 300 Zeilen HTML und nacktem CSS1. Pattles CSS3-Variante wirkt plastischer und braucht auch nur auf den ersten Blick doppelt so viel Code: Cortés schrieb 14.134 Zeichen HTML, Pattle nur 12.442 Zeichen CSS.

Hat jemand belastbare Zahlen für SVG?

(per Einhorn)
(auch relevant: Chris Ashley: HTML Drawings)

Must buy: WASD #5

Heute lag die fünfte Ausgabe der mächtigen WASD vor meiner Tür, ganz in Gold und wohlriechend wie eh und je. Die Crème de la créme des deutschsprachigen Spielejournalismus widmet sich diesmal dem äußerst dankbaren und ergiebigen Thema “Geld” und vermittelt Wissenswertes über Prekariatssimulationen, keynesianische Aufbauspiele, Item-Beschiss in TF2 und den D&D-Goldstandard.

Sehr informativ und lesenswert wie immer Michael Schulze von Glaßer, diesmal über den Lizensierungswahn in Sportspielen und Militärshootern (zeit.de). Spaßig und nonchalant hingegen BalkanToni über Lenin als LOL-Troll. Ganz bitter: “Let’s pay”, ein pseudonymer Bericht aus der Browsergame-PR. Kostprobe in Bild Nr. 3, Volltext auf derstandard.at:

Schamlos werben will ich an dieser Stelle auch für meinen eigenen Text (Bild 4), er handelt vom Meisterwerk #YOHOA, von Godard-Filmen und marxistischen Antigames. Eigentlich ist er eine kleine Verneigung vor Marinus Brandls Kommentar zum Landwirtschafts-Simulator.
Meinen etwas überengagierten Beitrag aus der letzten Ausgabe findet Ihr übrigens auf Spiegel Online. Tut euch einen Gefallen und bestellt die beste WASD aller Zeiten direkt beim Verlag, der Versand geht fix. Die 200 Seiten sind großartig gesetzt, kommen ohne Werbung aus und halten euch noch lange auf Trab, versprochen. Stichtag ist der 16. Juni.
(auch relevant: WASD #4)

is a nerd gold aggregator