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15 Jahre Diablo II

Heute Vormittag hatte ich das unbedingte Bedürfnis, Diablo II zu spielen. Das passiert nicht häufig, und diesmal war es besonders dringend. Erst später las ich dann, dass das Spiel heute auf den Tag genau 15 Jahre alt wird. Und das ist der Wahrheit. Es ist ein bisschen gruselig, aber auf jeden Fall Grund genug, heute Abend Diablo II via VPN und Skype zu zocken.

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Fun Fact: Blizzard-Sammler Wassilij hatte mir in den Sommerferien 2000 seine CDs zur Installation geborgt. Die Schachtel da oben habe ich erst zehn Jahre später auf einem Flohmarkt in Friedrichshain mitgenommen. Das Spiel läuft auch als alte CD-Distribution auf Windows 7, mit Patch 1.13 und dieser Anleitung.

Bruno Sukrow: Janus

Bruno Sukrow kennen aufmerksame Abonnenten als den Regisseur, dem hier drei Monate lang eine Art Sticky Post gewidmet war. Sukrows unvergleichliche Machinimas laufen in dieser Sekunde auf dem spanischen Filmfestival Filmadrid, seit gestern hat er auch einen eigenen YouTube-Channel (“B.S. Video“). Den Anfang macht das Kammerspiel “Janus” (2015). Der Kurzfilm bleibt nur wenig hinter Perlen wie “Saturnus” (2011) zurück und dient als prima Einstieg in Sukrows Welt. Ich glaube, er spielt auf dem Mond:

Javier Estrada schreibt auf der Filmadrid-Seite, dass Sukrow seine Filme in Second Life baut. Nutzt das jemand? Stimmt das? Wieviel Sukrow steckt in Sukrow? Dürfen wir “Janus” als Hinweis lesen? Janus sagt: “Nichts ist sicher. Ich muss auch langsam mal los.”

(via Hard Sensations @ FB)
(Nerd Gold: Die Filme des Bruno Sukrow)

WASD #7 – Wer spielen will, muss fühlen

Die WASD-Ausgabe Nummer Sieben ist da! Themenschwerpunkt: Liebe und Hass. Christian Schiffer und Christian Huberts liefern sich ein Pro & Contra zu Sex in digitalen Spielen, René “Nerdcore” Walter nimmt auf elf Seiten #Gamergate auseinander, Rudolf Inderst schreibt lakonisch über seinen Alltag als Community Manager im Spielesektor, undundund. Bislang zweitverwertet wurden Beiträge von Nina Kiel (derStandard), Dennis Kogel (Spon) und noch mal Huberts (ZEIT).

WASD 7

Ich selbst bin diesmal mit zwei Texten vertreten. Der eine erzählt vom Top-Down-Explorer Sunless Sea, der andere steigt in die leidige Wertungsdebatte ein und fragt ausnahmsweise mal nicht nach journalistischen Inhalten, sondern nach geeigneten Formaten. Der Blick geht in Richtung Spex Pop Briefing.

Wer sich vorher ein Bild machen will, schaut in die Tumblr- und Behance-Portfolios von Layout-Wizard Markus Weissenhorn. (Die WASD hat mittlerweile den sechsten Preis abgeräumt, es wird nicht der letzte bleiben.) Körnigere Fotos gibt’s wie immer hier:

Ganz untergegangen ist hier übrigens die sechste Ausgabe des Magazins. Unter dem Motto “Rewind Retro” gehen wir die Rückwärtsgewandheit des Mediums kritisch an. Auch an dieser Stelle will ich gewohnt schamlos werben für meinen eigenen Beitrag: “Retro, Spiele, Pop-Musik” widmet sich Simon Reynolds’ Bestseller Retromania und der Frage, ob Spielen ein ähnliches Schicksal blüht wie Musik (ja und nein). Unterwegs grüße ich Martin Büsser (✝), Henry Jenkins und Reynolds Kollegen Mark Fisher, dessen Deleuze/Guattari-Verdauung ich mir kürzlich im Kölner King Georg gegönnt habe. Erster Artikel, ganz vorne.

Das Heft hat 20 Seiten mehr als alle anderen Ausgaben, also ran an den Speck! Leseproben: Björn Wederhake (Spon),  Benedikt Frank (derStandard), Rae Grimm (ZEIT) – und schon wieder der Huberts! Bei Zebrabutter!

(auch relevant: WASD #4 und WASD #5)

Die Filme des Bruno Sukrow

Man ist ja schnell versucht, Filme, die nicht alle Regeln des Hollywoodkinos befolgen und auf Profanitäten wie Budget scheißen, irgendwie ironisch zu gucken. Bei den Filmen von Bruno Sukrow geht das nicht. Bruno Sukrow ist ein 87-jähriger pensionierter Maschinenschlosser aus Aachen, der seine ganz eigene Vision von Spielfilmunterhaltung umsetzt. Er tut das anhand von Game-Engines, die zwar bislang nicht näher bezeichnet wurden, aber komfortabel genug sein müssen, um alle drei Monate einen gar nicht mal so kurzen Film rauszuhauen. Mittlerweile sind es 33, und zum Glück ist kein Ende in Sicht.

Der Irre von Thornhill (2014)

Maxime und ich sahen gestern Saturnus (2011, 30 Minuten) und Der Irre von Thornhill (2014, 60 Minuten) auf dem 17. Festival des deutschen psychotronischen Films “Besonders Wertlos“. Spätestens nach Kai Kricks enthusiastischer Ankündigung im Vorprogramm des uneingeschränkt empfehlenswerten Macho Man war nämlich klar, dass wir uns auch den Sukrow geben müssen. Krick, Mit-Initiator des Festivals, hatte nicht zu viel versprochen. Die beiden Filme geben einen unbezahlbaren Einblick Continue reading

Doom Selfie Stick Mod

Noch gestern Abend hatte ich eine Handvoll Leute gefragt, ob es nicht eine glänzende Idee wäre, sich für zehn Euro so einen Selfie Stick anzuschaffen. Drei sagten Nein, einer Ja und einer “zomfg”. Was gleichzeitig im Internet geschah, konnte niemand ahnen / ist einfach unglaublich / verschlägt mir die Sprache:

InstaDoom kommt mit 37 Instagram-Filtern und einem Drittelraster.

Pay non-humans for art

Diese Zelda-Gegner haben sich zum nonhuman-Kollektiv zusamengeschlossen und verhökern Plotter-Skizzen ihrer Laufwege gegen Bitcoin. Die Bilder gehen derzeit für 478 µBTC weg, was etwa 100 Euro entspricht. Nicht wundern, die Instagram-API braucht eine Weile:

Pay Zelda Enemies in Bitcoin for their Artwork: http://nonhumans.net

A video posted by nonhumans.net (@nonhumans_dot_net) on


All the market participation described above is technologically possible today. However, nonhumans agents are not yet legally-able to own property. In the meantime, nonhumans.net funds will be put in cold storage, with a multi-signature contract between its human trustees. (…)

Human trustees currently act as brokers, and are compensated a 49% brokerage fee for any art works they facilitate selling.

(via PK)
(auch relevant: BTC Datavis in Minecraft)

Post-Processing Terrains in Three.js

Habe mich gestern Nacht in Three.js versucht. Die Beispiele auf der Seite sind sehr umfangreich; vieles davon lässt sich auch als JavaScript-Analphabet irgendwie zusammenwursten. Das Resultat spielt sich wie eine Kreuzung aus Hunting Anubis und Philae-Footage mit digitalem Störrauschen. Gameplay gibt es noch keins:

threejs-glitch

Grundlage für dieses Ding war das Beispiel geometry/terrain/fog. Ich habe ein paar Parameter verändert und drei Filterbibliotheken eingebunden, VignetteShader.js, DigitalGlitch.js und FilmShader.js – in genau dieser Reihenfolge. Rückblickend versteht man dann auch, wie der #7DFPS-Beitrag Video Vision zustande gekommen ist.

Update: Version 1.1 hat einen strahlend grauen Himmel.

A Virtual Museum of Stolen Art

“For looted art go to your right, for art theft go to your left”, sagt der Audioguide. Ziv Schneider zeigt Werke, die von Interpol und FBI als gestohlen oder geplündert geführt werden. Aktuelle Ausstellungen: The Looting of Afghanistan, The Looting of Iraq und Famous Stolen Paintings:

Das Ding entstand vor wenigen Wochen an der New Yorker Tisch School und soll tatsächlich dazu dienen, den Wiedererkennungswert dieser Bilder zu steigern. Falls Ihr ein paar davon im Keller habt, könnt Ihr sie übrigens auch mit Artsteps ausstellen, ansonsten frohes Fahnden!

(via TCP)