Category Archives: hardware

Timo Arnall: Internet Machine

Etwas ganz Ähnliches wie unser Matt Parker macht übrigens Timo Arnall für die laufende Ausstellung BIG BANG DATA in Barcelona. Nur dass die CPU-Lüfter der Hochleistungsrechner hier zusätzlich drei Screens zu den zwei Stereokanälen als Bühne kriegen:

Falls Ihr also dieses Jahr zu Slowdive & Co. aufs Primavera Festival fahrt, schaut mal rein. Die Ausstellung läuft noch bis 26. Oktober. Ob es vor Ort auch so einen schönen Moiré-Effekt auf den Servern gibt?

(via Das Filter)

The sound of the cloud

Matt Parker war für Cities and Memory unterwegs und hat die surrenden Server der Birmingham City University aufgezeichnet, um daraus Musik zu machen. Die Originalaufnahme klingt noch wie ein 40dB-Lüfter im Hochsommer, aber der Remix steht gleich neben Megaptera und Demdike Stare:

The idea is to highlight the physical nature of ‘cloud computing’ and to remind people that whilst their phones might be sat silently in their pockets, somewhere out there, a huge hive of hard drives and fans is spinning around frantically; managing our digital identities.

Matt plant fürs nächste Jahr übrigens eine kleine Rundreise durch Europa, von Rechenzentrum zu Rechenzentrum. Bis sein Debütalbum dann in die Cloud leakt, begnügen wir uns mit Soundhäppchen auf Tumblr.

(via The Atlantic)

Eine Maschine verändert die Welt

Mensch, guckt mal, 23 Jahre ist das her. Die NDR/BBC-Koproduktion “Eine Maschine verändert die Welt” gewährt Einblick in eine Zeit, in der noch nicht die fünfte Iteration des immergleichen Smartphones irgendwelche Lifestyle-Customer köderte. Medientheoretisch nicht immer ganz einwandfrei, gibt es dort in fünf Teilen zauberhaft retrofuturistische Sätze zu hören:

Erst in unserem Jahrhundert haben die traditionellen Medien – Sprache und Schrift – einen Konkurrenten bekommen: die elektronischen Signale im Inneren des Computers. Zahlen, Worte und Gedanken werden ebenso zu elektrischen Impulsen wie Modelle, Klänge, Bilder und Visionen.

Schon nach anderthalb Minuten gibt es übrigens einen kleinen Keilschrift-Appetizer, und wenn ich so auf meine Aufzeichnungen aus dem siebten Semester blicke, sieht das nicht nach üblichem Neusumerisch aus. Weiß jemand, was das ist?

(via Pixelkitsch)
(auch relevant: Die Maus über Computer)

3D Printed Minecraft Diorama

Mit Minecraft kann man übrigens nicht nur durch Bitcoin-Devisenkurse wandern, sondern auch wirklich nerdigen Hobbys wie dem echten, richtigen Plastikmodellbau nachgehen. Für den 3D-Drucker übersetzt werden die digitalen Werke dabei von einer quelloffenen Software namens Mineways, angemalt werden sie aber noch von Hand:

3d printed minecraft diorama on nerd gold blog© CC-NC-SA Ruben Staveren

Obiges Werk stand z.B. auf dem letztjährigen OHM-Hackfest bei Amsterdam. Ein paar Bilder von der Ausstellung lagern auf Flickr, weitere finden sich im angeschlossenen Mineways-Pool. Und jetzt drucken wir das Ganze bitte noch mal in Marzipan: Pistazie und Kirsch, Pflaume und Apfel, Aprikose, Mirabelle und Rum-Krokant.

(via derStandard)

Lego Acid House

Schöne Lego-Installation von @alexallmont, ausgestellt bis vor wenigen Wochen auf dem Oxforder AudioGraft-Festival, und ausführlich auseinandergenommen auf YouTube. Klingt im letzten Drittel wie DJ Pierre oder Omar-S in Zeitlupe und macht Lust auf mehr:

Play house is an automata that mechanically computes and performs hooky and hypnotic acid house. Like a generative musical loom, a single drive turns a sequence of LEGO gears, levers and latches that mutate riffs and rhythm patterns.

Gesehen bei Das Filter, deren Newsletter Ihr unbedingt abonnieren solltet. Alte Kollegen aus De:Bug-Zeiten mit frischem Projekt.

Event: Knit/Hack/Craft

Victoria vom Berliner Textil-Hackspace ETIB schrieb mir gerade, dass es auch dieses Jahr wieder eine Ausstellung mit Vorträgen und Workshops rund um neue Software für alte Strickmaschinen geben wird – frisch relaunched als Knit/Hack/Craft und doppelt so lang wie 2013. Mit dabei ist auch So Kanno, bekannt für seinen “Senseless Drawing Bot”. Zwischenzeitlich hat er Strickmuster geglitcht:

Ich halte das für eine sehr coole Sache und bin zuversichtlich, dass Klamotten irgendwann den Weg der Hartplastiken gehen: vom Betriebsgeheimnis zum offenen Repository. Nutzt die Chance und guckt euch das an, bevor es kanonisch wird.

Knit/Hack/Craft findet statt vom 31. März bis 5. April 2014.

No Rage, no Ragequits

Weil Spielefrust schlecht ist und Schlechtes keinen Platz in der Welt zu haben hat, arbeitet Samuel Matson an einem biometrischen Quasi-Headset zum Anti-Aggressions-Training, Spiel inklusive.

When the user’s heart rate is calm and steady, the game is easier. (…) If the user’s heart rate escalates, the game will become increasingly difficult.

immersion wtf on nerd gold blog

Prima! Als nächstes bitte Freude, Angst und Trauer unterdrücken.

(via Geekosystem)