Category Archives: hardware

3D Printed Minecraft Diorama

Mit Minecraft kann man übrigens nicht nur durch Bitcoin-Devisenkurse wandern, sondern auch nerdigeren Hobbys wie dem echten, richtigen Plastikmodellbau nachgehen. Für den 3D-Drucker übersetzt werden die digitalen Werke dabei von einer quelloffenen Software namens Mineways, angemalt werden sie aber noch von Hand:

3d printed minecraft diorama on nerd gold blog© CC-NC-SA Ruben Staveren

Obiges Werk stand z.B. auf dem letztjährigen OHM-Hackfest bei Amsterdam. Ein paar Bilder von der Ausstellung lagern auf Flickr, weitere finden sich im angeschlossenen Mineways-Pool. Und jetzt drucken wir das Ganze bitte noch mal in Marzipan: Pistazie und Kirsch, Pflaume und Apfel, Aprikose, Mirabelle und Rum-Krokant.

(via derStandard)

Lego Acid House

Schöne Lego-Installation von @alexallmont, ausgestellt bis vor wenigen Wochen auf dem Oxforder AudioGraft-Festival, und ausführlich auseinandergenommen auf YouTube. Klingt im letzten Drittel wie DJ Pierre oder Omar-S in Zeitlupe und macht Lust auf mehr:

Play house is an automata that mechanically computes and performs hooky and hypnotic acid house. Like a generative musical loom, a single drive turns a sequence of LEGO gears, levers and latches that mutate riffs and rhythm patterns.

Gesehen bei Das Filter, deren Newsletter Ihr unbedingt abonnieren solltet. Alte Kollegen aus De:Bug-Zeiten mit frischem Projekt.

Event: Knit/Hack/Craft

Victoria vom Berliner Textil-Hackspace ETIB schrieb mir gerade, dass es auch dieses Jahr wieder eine Ausstellung mit Vorträgen und Workshops rund um neue Software für alte Strickmaschinen geben wird – frisch relaunched als Knit/Hack/Craft und doppelt so lang wie 2013. Mit dabei ist auch So Kanno, bekannt für seinen “Senseless Drawing Bot”. Zwischenzeitlich hat er Strickmuster geglitcht:

Ich halte das für eine sehr coole Sache und bin zuversichtlich, dass Klamotten irgendwann den Weg der Hartplastiken gehen: vom Betriebsgeheimnis zum offenen Repository. Nutzt die Chance und guckt euch das an, bevor es kanonisch wird.

Knit/Hack/Craft findet statt vom 31. März bis 5. April 2014.

No Rage, no Ragequits

Weil Spielefrust schlecht ist und Schlechtes keinen Platz in der Welt zu haben hat, arbeitet Samuel Matson an einem biometrischen Quasi-Headset zum Anti-Aggressions-Training, Spiel inklusive.

When the user’s heart rate is calm and steady, the game is easier. (…) If the user’s heart rate escalates, the game will become increasingly difficult.

immersion wtf on nerd gold blog

Prima! Als nächstes bitte Freude, Angst und Trauer unterdrücken.

(via Geekosystem)

Platine 2013 Summary

Der Tross ist gewachsen: Dieses Jahr waren wir zu siebt auf der Platine, dem Kölner Festival für elektronische Kunst und alternative Spielformen. Wir haben über Black & White philosophiert, Tekken gezockt und Marens Tetris-Highscore doch nicht geknackt. Für Verhinderte gibt es die versprochenen Fotos und zwei kleine Videos:


Zwei kleine Highlights gab es dieses Jahr. Zum einen @><#!!!, die scheinbar lebendige Maschine direkt aus dem Uncanny Valley. Nur dass in diesem Fall nicht die Maschine unheimlich war, sondern unser bedenkenloser Zugriff auf eine Mechanik, die dann irgendwie doch unangenehm berührt wirkte. Warum sich das Gerät von Mensch zu Mensch unterschiedlich verhielt, weiß keiner:

Auch Black & White war nicht doof. Die Yin-Yang-Maschine erwies ihrem Namen alle Ehre und war ein kleines Lehrstück in Sachen Game Design: Jede chromatische Vorherrschaft war immer nur vorläufig, gewinnen konnte niemand. Erwähnenswert vielleicht, dass Frauen eher versuchten Figuren zu bilden, während Männer sich an der unlösbaren Aufgabe abmühten (siehe Bilder). Deutlich intuitiver hingegen das Prinzip von Light Form: alles anfassen!

Super auch die umfangreiche Spiele-Sammlung der Düsseldorfer Konsolenkinder. Wir hätten noch Stunden mit Pong und Vectrex verbringen können, allein das Klima im Concerto war eine Spur zu muckelig. Fazit: Schön wars. Vielleicht wird es nächstes Jahr sogar noch schöner – mit Spiegelreflex und ohne Verbandsschuh.

(auch relevant: Platine 2012 Summary)

Choosatron: Interactive Storyteller

Jerry Belich hat einen Apparat entwickelt, der interaktive Geschichten erzählt. Inspiriert durch die Spielbücher der Achtziger – “Lies weiter bei 42″ – stellt der Choosatron den Leser regelmäßig vor die Wahl, wie die Geschichte weitergehen soll. Die Entscheidung fällt per Knöpfchen. Und so sieht das aus:

Das Ding ist komplett open source und programmierbar, neue Geschichten lassen sich downloaden oder selbst schreiben (und teilen). Die Serienproduktion ist bereits zu 240% finanziert, erste Exemplare sind für Januar 2014 geplant. Ich finde, jede Bibliothek sollte eins haben.

(Danke, Anna!)

Painting Robot Learns How To Paint

Wunderwelt Machine Learning: Eine Forschungsgruppe der Uni Konstanz hat einem Roboter das Malen und Zeichnen beigebracht. e-David bekommt ein Motiv, zeichnet es nach, vergleicht dabei regelmäßig die Übereinstimmung und entscheidet in Eigenregie über den weiteren Farbauftrag. I, for one, welcome our new robot overlords:

Auf der Website gibt es eine kleine Werkschau von e-David mit Porträts von George Clooney, Joschka Fischer und Mario Sixtus. Dass Informatiker sowieso die humorvolleren Kunsthistoriker sind, beweist übrigens auch die Projektbeschreibung:

Bildhafte kunsthandwerkliche Prozesse können als Optimierungsvorgänge gedeutet werden, in denen manuell Farbe auf einer Bildfläche verteilt wird, bis der Betrachter den Bildinhalt erkennen kann.

(via Singularity Hub)