Category Archives: music

Lego Acid House

Schöne Lego-Installation von @alexallmont, ausgestellt bis vor wenigen Wochen auf dem Oxforder AudioGraft-Festival, und ausführlich auseinandergenommen auf YouTube. Klingt im letzten Drittel wie DJ Pierre oder Omar-S in Zeitlupe und macht Lust auf mehr:

Play house is an automata that mechanically computes and performs hooky and hypnotic acid house. Like a generative musical loom, a single drive turns a sequence of LEGO gears, levers and latches that mutate riffs and rhythm patterns.

Gesehen bei Das Filter, deren Newsletter Ihr unbedingt abonnieren solltet. Alte Kollegen aus De:Bug-Zeiten mit frischem Projekt.

Generative 8-bit Music

Viznut hat ein C-Programm mit Audio-Output geschrieben und nach dem Lustprinzip Einzeiler komponiert, die alle notwendigen Parameter kontrollieren. Browserbasierte Tools zum Selberfrickeln gibt es mittlerweile von Bemmu und Paul Hayes, letzteres mit WAV- und OGG-Export. Achtung, laut:

8 bit generative composer on nerd gold blog

In den Kommentaren bei Viznut finden sich schon ein paar hübsche Loops, aber Vieles klingt eher nach Lärmkunst auf Éditions Mego. Dieses Stück allerdings erinnert mich entfernt an eine Bassline aus dem Hotline:Miami-Soundtrack, und dieses an Sunn O))). Das Beste ist dieser Algo-Noise-Regen. Oder ist es doch Vinyl?

Periodic Table of TV Tropes

James Harris hat für die TV Tropes-Datenbank dieses lustige Periodensystem der Motive und Klischees gebaut. Über die gelungenste Übersetzung von “Tropes” kann man übrigens lange klugscheißen, man kann aber auch einfach die Eleganz des Firefly- oder Death Note-Moleküls bewundern:

tv tropes periodic table storytelling on nerd gold blog

Ich frage mich seit Jahren, weshalb es etwas Vergleichbares nicht auch für musikalische Motive gibt. Vielleicht hätten wir dann früher herausgefunden, dass Dimmu Borgir einen Amiga hatten oder Tokio Hotel bei den Bauten klauten (autsch).

Most minimal record ever made?

Carl Schilde, die eine Hälfte von Heavy Listening, hat eine ganz interessante Schallplatte namens WOW aufgenommen. Auf beiden Seiten gibt es nur einen einzigen Sinuston, dessen Frequenz proportional zu den Umdrehungen der Platte pro Minute ist (Hz = rpm). Im Normalfall sind das extrem tiefe 33 1/3 Hertz. Das ist auf Dauer nicht gut für die Boxen, aber was ist schon gut für die Boxen?

Besonders interessant wird es, wenn man WOW auf mehreren Plattenspielern gleichzeitig abspielt, jeweils in verschiedenen Geschwindigkeiten. Donnerstagabend findet in Berlin eine Performance mit 4 Decks statt, der Eintritt ist frei. Kaufen kann man die Scheibe auch; von WOW alias HVL003 gibt es 333 Kopien zu jeweils 33,33€. Und sie schimmert so schön im Licht!

(via De:Bug)

Draw Beats on Cardboard Records

Wer zu faul ist, sich in Logic und Co. einzuarbeiten, könnte es mal mit dem Dyskograf versuchen und spontan ein paar Tracks aus dem Edding zaubern. Die schönsten Stücke ließen sich in Kleinstauflagen per Post verschicken. PDF-Raubkopierern sei allerdings schon an dieser Stelle ein schlechtes Gewissen eingeredet: Homescanning kills Dyskography.

Apropos: Stellt doch mal Jeff Mills drei von diesen Geräten auf einen Tapeziertisch, dann hat er wieder was zu tun.

(via Hack a Day)

The most stupid website around.

Der Nerd-Gold-Preis für die dümmste Website des Jahres geht an: calm.com. Es gibt wirklich keinerlei Anlass, dahinter eine Satire zu vermuten. Wer das Geld für diese Domain hingeblättert hat, will sich das Ding wirklich ins UX-Portfolio schreiben und Credits für 30K Likes einfahren.

calm on nerd gold blog

Wer jemals auf Goatse reingefallen ist, kann sich bei diesem Blabla sowieso nicht entspannen und wählt die sichere Alternative zombo.com.

You can do anything at zombo.com.

(via Basic Thinking)