Category Archives: software

Musical Genre Tag Cloud

Glenn McDonald, “genre taxonomist” beim Spotify-Partner The Echo Nest, hat seinen Rechner eine hübsche Schlagwortwolke zusammenklauben lassen. Wie schon die Evolution of Dance Music und andere Genre-Bäumchen versucht sich auch “Every Noise at once” an einer Kartierung von Musikstilen mit passenden Sound-Schnipseln. Das hier ist nur ein Ausschnitt:

genre music map tagcloud on nerd gold blog

Das Ganze ist natürlich nicht perfekt. Als Hörprobe für Vaporwave dient “Summer Echoes” von Sand Circles, dabei hat der Mann mit Vaporwave gar nichts am Hut. Sein großartiges Album “Motor City” sei trotzdem jedem ans Herz gelegt, das läuft hier seit über zwei Jahren rauf und runter.

(Danke fürs Einsenden, Tobi!)

Win95 + Jennifer Aniston & Matthew Perry

Wenn man denkt, man hätte alles gesehen: Jennifer Aniston und Matthew Perry besuchen “Microsoft” und lassen sich von Bill Gates’ Sekretärin Windows 95 erklären.

Along the way, they meet a wacky bunch of propeller heads and are introduced to the top 25 features of Windows 95. The pace is fast and funny.

Das sagen sie wirklich.

The Simpsons in CSS

Fleißarbeit: Chris Pattle hat 13 Simpsons-Figuren in CSS3 nachgebaut, mit Box-Schatten, Transformationen, das volle Programm. Allein Homer besteht aus knapp 600 Zeilen Code. Dank Animations kann er sogar blinzeln, und zwar am besten in Chrome, denn Firefox hats nicht so mit Web-Inhalten:

simpsons css on nerd gold blog

Román Cortés hatte vor sechs Jahren mal einen statischen Homer aus DIV-Elementen gebastelt, in nur 300 Zeilen HTML und nacktem CSS1. Pattles CSS3-Variante wirkt plastischer und braucht auch nur auf den ersten Blick doppelt so viel Code: Cortés schrieb 14.134 Zeichen HTML, Pattle nur 12.442 Zeichen CSS.

Hat jemand belastbare Zahlen für SVG?

(per Einhorn)
(auch relevant: Chris Ashley: HTML Drawings)

4 Months of Browser Cache

Kunstwochen bei Nerd Gold: Hier ist noch ein launiges Stück, das die materielle Seite unserer WWW-Gammelei expliziert. @EvanRoth hat einfach mal seinen Browsercache ausgedruckt und den Müll rausgetragen. Einen Artikel über “Offline Art” hat er natürlich auch gelesen:

Das Werk trägt übrigens den Titel “Clearing 4 Months of Internet Cache”, was erst mal sauer aufstößt. Aber Neural haben die Lösung:

Roth is a knowledgeable hacker artist who knows that the Web is only a part of the Internet. The title therefore could be a gesture towards an audience that is not familiar with the diversity of ways to work with the Net. It could also be a comment on how an amazing, intricate network like the Internet is dumbed down to become a string of images, not much different from a TV channel.

(auch relevant: Erik Kessels!)

Chris Ashley: Drawings in HTML

Kein CSS, kein Canvas: Chris Ashley malt seine Bilder seit 13 Jahren von Hand in (X)HTML-Tabellen. Im pl41nt3xt-Pavillion der Biennale The Wrong gibt es derzeit eine Werkschau, und mir ist, als hätte ich diese Bilder vor Ewigkeiten schon mal auf einem Röhrenmonitor gesehen. Ein Tweet hat mich heute wieder daran erinnert:

html painting chris ashley on nerd gold blog

Die .htm-Datei mit allen Bildern ist beachtliche 2,7 MB groß, nicht konkateniert, und fast W3C-valide. Die Fehler scheinen aber nicht in den Tables zu liegen, sind nämlich fast alles DIV-Elemente. Fotos von physischen Ausstellungen gibt es auf looksee.chrisashley.net.

(auch relevant: HTML5 Canvas Images, Excel Spreadsheet Art)

The Computer Orchestra

Hat jemand 25 Macs übrig? Mit The Computer Orchestra könnten wir die Stimmen der Simpsons aufnehmen und unsere eigene Muppet Show dirigieren. Oder Julianna Barwick loopen und eine Ode an die Loops von Julianna Barwick komponieren:

The Kinect detects the director’s movements and transmits the data to Processing via the SimpleOpenNI library. Processing then sends a signal to the corresponding computers via wifi. These then play the samples that are assigned to them and generate a visual derived from the outgoing sound.

Wir könnten auch die komplett derangierten YouTube-Hassreden über Conchita Wurst einsprechen, um 800% verlangsamen, orchestrieren und als abstoßenden Feedback-Loop in die Commentghettos zurückspielen (dirigiert von Conchita Wurst).

(via Neural)

Live Coding Visuals with Cyril

Warum einfach, wenns auch kompliziert geht? Weil Du auch lieber live statt Playback hörst. Livemusik lässt sich ja schon seit einer Weile maschinenlesbar schreiben. Und fürs VJing per Konsole gibt es jetzt eine offene Sprache namens Cyril, inklusive Detektoren für Bassdrum, Snare und Hi-hat:

Cyril ist noch ganz frisch, und wenn ich die Referenz richtig lese, gibt es noch keine Signalfilter. Es könnte also noch ein bisschen dauern, bis die Resultate aussehen wie Livesets von Maria Klingenberg. Aber vielleicht ist der glatte Jahrtausendwende-Futurismus von Cyril Beta 3 dann schon wieder nischig hip?

(via Martin)

Doku: Internet Archive

Auf Vimeo gibts einen Blick hinter die Kulissen des Internet Archive und der Wayback Machine. Der ultrasympathische @brewster_kahle spricht darin unter anderem über Kirchengebäude als Büchereien, Heizwärme durch CPU-Kühler, die Bibliothek von Alexandria und die politische Dimension der Datenpräservation:

Interessant auch, dass im Internet Archive bereits heute mehrere Millionen physischer Holzbücher lagern, die früher oder später allesamt digitalisiert sein werden:

We know how to get every information out of every book ever written. We can do it. Given enough money, we absolutely have the ability to do that right now. Today.